Am Sonntag war bei schönstem Wetter der Berlin-Marathon. In der Woche davor hat Ralf mit mir am Telefon die wichtigsten Punkte noch einmal durchgesprochen: Ernährung vor und während dem Lauf, Tempoeinteilung, Schuhe/Bekleidung und mentales Training.
In einer Gruppe von 30 Mitgliedern meines Vereins AST Süßen und in Begleitung von Verwandten und Lauffreunden ging es nach Berlin. Eine Stunde vor dem Marathon ließ ich mir noch einen Riegel und eine Tasse Kaffee schmecken. Ausgestattet mit isotonischem Getränk, einem Riegel und einer Tabelle von Ralf mit den Zeitangaben für die einzelnen Kilometer, stellte ich mich etwas aufgeregt in den Block G und traf dort auf vier Läufer meines Vereins. So ergab es sich, dass wir zusammen los liefen, obwohl wir ausgemacht hatten, jeder läuft für sich! Ich war ab dem Start ruhig und freute mich, dass es endlich losging.
Die ersten 2-3 km waren schwierig, man musste ständig überholen. Die Strecke war schön flach und meistens breit genug. Vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten war die erste Hälfte sehr kurzweilig. Nach der 20 km Tafel verlor ich meinen Riegel, kickte ihn mit dem Fuß an den Straßenrand, hob ihn auf und beschleunigte, um die anderen vier wieder einzuholen. Genau das sollte ich nach Ralf seiner Anweisung nicht machen (tut mir leid Ralf, ich weiß: Laktat!), denn jetzt ging mein Puls auf 180. Nach 100 m waren wir wieder zusammen. Ich brauchte fast 1,5 km bis mein Puls wieder unter 160 war. Der Riegel rutschte später wieder raus, ich ließ ihn liegen. Bei der nächsten Getränkestation verloren wir Rüdiger und Volker kündigte an, dass er seinen 1. Marathon alleine weiter laufen möchte. Jetzt waren wir zu dritt, für alle drei war es der 2. Marathon. Im Training und in unseren bisherigen Wettkämpfen lagen wir mit unseren Zeiten sehr nah beieinander.
Unterwegs wurden wir, bei vorher vereinbarten fünf Stationen, von unseren Verwandten und Freunden angefeuert, fotografiert und bei Kilometer 32 erhielt ich noch einmal ein isotonisches Getränk. An den Getränkestationen war großes Gedränge, man verlor dort sehr viel Zeit. Wegen der Hitze brauchten wir zusätzlich Wasser und später nahmen wir auch Bananen. Jetzt kam die letzte Getränkestation. Sabine und Waldemar holten sich gleich am Anfang Wasser, ich erst am Ende der Station. Hatte keinen Überblick mehr, wo die beiden waren und lief einfach weiter.
Mit Gänsehaut und Freude lief ich durch das Brandenburger Tor, gerade zu auf meinen Sohn, der mich fotografierte. Ich verlangsamte das Tempo für ein Foto, das war es einfach wert! Dadurch konnten Sabine und Waldemar wieder aufholen. Wir liefen gemeinsam mit exakt der gleichen Zeit von 4:03:33 ins Ziel und ließen uns stolz die Medaille umhängen. Den Mann mit dem Hammer habe ich nicht getroffen, keinen Hungerast verspürt, weder Krämpfe noch sonstige Schmerzen erleiden müssen. Danke an Ralf für die wertvolle Hilfestellung in der kurzen Vorbereitungszeit, an Uli, Waldemar, Michele und an alle, die in Berlin dabei waren!
Viele Grüße
Elisabeth


Hallo Elisabeth,
herzlichen Glückwunsch, das ist wirklich eine ganz große Leistung. Und ich denke, es bringt dich deinem Traum wieder einen riesigen Schritt näher. Ich drücke dir die Daumen, und warte gespannt auf weitere Berichte hier im Blog.
lg
Jenny
Hallo Elisabeth,
eine ganz tolle Leistung bei diesem sehr stark besuchten Lauf. Toll finde ich, daß es Dir gut geht und Du Deine Zeit super eingeteilt hast . Hast Du unterwegs nur Isogetränke zu Dir genommen?
Viel Freude weiterhin
Katrin
Hallo Jenny und Katrin,
. Gels probiere ich bei meinen nächsten langen Läufen aus, war mir jetzt zu kurzfristig, ich wollte nichts riskieren.
wow, ihr begleitet mich auf meinem Weg, das finde ich toll! Danke für die Wünsche.
Zu deiner Frage Katrin, während dem Marathon habe ich abwechselnd isotonische Getränke und Wasser getrunken und 3 halbe Bananen gegessen. Der Riegel, eine Stunde vor dem Lauf, war sicher auch wichtig. Ein 2. Riegel wäre nicht schlecht gewesen
Viele Grüße von
Elisabeth
Hallo Elisabeth,
nochmals herzlichen Glückwunsch zu dem tollen Lauf. Das mit dem Foto unterm Brandenburger Tor hat mich ergriffen. Super Erinnerung. Toller Bericht von dir. Viel Erfolg auch weiterhin bis zu deinem Ziel im nächsten Jahr…
Viele Grüße Erich