New Balance

von Ralf Wodopia / Finisher Concepts
crosslauf
 
Natürlich kann man sich am Samstagnachmittag im Dauerregen bei 4 Grad alleine im Wettkampftempo über Felder oder durch den Wald quälen. Nicht jeder ist aber bei einem solchen Wetter bis in die Haarspitzen motiviert und ohne das Adrenalin eines nahenden Wettkampfes wird es dann alleine im Regen beschwerlich. Das warme Wohnzimmer, das Sofa und die Sportschau – jede Ausrede kommt da gerade recht.

Wer auf der Suche nach idealen Trainingseinheiten für Schlechtwettertage ist, der sollte einmal einen Tempodauerlauf bei einem Crosslauf ausprobieren. Sinnvoll für Läufer ist der Trainingsinhalt Tempodauerlauf allemal. Beim Crosslauf kommen noch weitere Faktoren hinzu, die man einfach so nebenbei gleich mittrainiert. Insbesondere im Wintertraining sollten die Trainingschwerpunkte Kraft, Technik und Ausdauer heißen und genau diese Trainingsinhalte vereint der Crosslauf so ideal wie kein anderes Trainingsprogramm. Tempoläufe verschieben die Schwelle nach oben oder erhöhen die anaerobe Kapazität, lange Dauerläufe erhöhen die Ausdauer, der Tempodauerlauf in schwerem Gelände schafft alles auf einmal. Insbesondere spricht er die Kraftausdauer, die Stützmuskulatur und die Ausdauer an, daneben ist er ein hervorragendes Techniktraining, denn nur wer hier ökonomisch läuft, läuft auch schnell, vielmehr als bei einem Lauf auf Asphalt.

Je nach Untergrundbedingungen benötigt man Schuhe mit etwas gröberen Profil, Crosspikes mit langen Nägeln sind jedoch in den wenigsten Fällen notwendig, will man doch den Crosslauf lediglich als flottes Training sehen, das einem eben mit weiteren Leidensgenossen deutlich leichter fällt, als alleine – mit den vielen Ausreden, die der innere Schweinehund bereit hält, schaut man eine Stunde vor der Sportschau zuhause aus dem Fenster.

Einmal im Monat ist auch im Winter ein Wettkampf sinnvoll, damit riskiert man noch keine Frühform. Bei guten Bedingungen als Leistungstest – ist man durch das Training der letzten Wochen im Plan? Bei schlechtem Wetter wird nichts aus dem Leistungstest, aber es wird ein sehr effizientes Training und hat man sich einmal überwunden, dann macht es den meisten Läufern auch richtig Spaß – spätestens danach unter der heißen Dusche.

Für Läufer, die noch vielseitiger trainieren wollen, bieten sich auch Cross-Duathlons an (Crosslauf – Mountainbike – Crosslauf), die meistens auf, selbst für Anfänger, doch technisch recht einfachen Strecken stattfinden. Nicht jeder wird sich den Fisherman’s Friend StrongmanRun antun wollen, Termine von gemäßigteren Crossläufen findet man unter www.leichtathletik.de (DLV-Laufkalender), Termine von Cross-Duathlons unter www.tri-mag.de (Termine).

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Ralf Wodopia / 13.11.09
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5 Kommentare »

  1.  am 13. Nov schrieb Anett

    Du sprichst an was mir heute durch den Kopf ging. Weniger lange strecken laufen dafür einfach mal quer durch den Wald. über Stock und Stein hupfen und so auch Spaß haben. Wenigstens die nächsten 8 Wochen.
    Schönes WE wünsch ich dir!

  2.  am 13. Nov schrieb Gerd

    So ab und an ne Tour quer durch die Pampa macht schon Laune. Wenn´s mal ein etwas kürzerer Lauf sein soll, dann ist das eine prima Alternative!

  3.  am 14. Nov schrieb Janikke

    Das gute an diesen harten Einheiten ist ja, dass sie unheimlich Spaß bringen. Und im Wettkampf merkt man das schlechte Wetter gar nicht.

  4.  am 17. Nov schrieb Die Cross-Saison ist eröffnet | New Balance

    [...] Schlechtes Wetter gibt es nicht – Cross-Saison (3 Kommentare) [...]

  5.  am 17. Nov schrieb Ralf Wodopia

    ja, natürlich kann man nicht nur Tempodauerlauf, sondern auch Intervalle und Sprints in tiefem Boden machen, Matsch, Schnee oder auch einmal am Strand. Das bringt richtig Kraft und Stabilität. Aber bitte vorsichtig beginnen. Wenn die Stützmuskulatur noch nicht gut ausgebildet ist, drohen Verletzungen.

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