von Matthias Heim – finisher concepts
2.) Tenzing Hillary Everest Marathon
Am 29. Mai 1953 war auch dieser „Bastard“ besiegt. Tenzing Norgay Sherpa und der Neuseeländer Sir Edmund Hillary hatten den 8.848 Meter über dem Meeresspiegel liegenden Gipfel des höchsten Berges der Erde erstmalig erklommen: den Mount Everest im Himalaya.
Zum 50. Jahrestag der Erstbesteigung des zwischen Nepal und China (Tibet) liegenden Berges organisierte die Firma Himalaya Expeditions im Mai 2003 erstmals den Tenzing Hillary Everest-Marathon. Durch den großen Erfolg findet dieser Lauf über die vermessene Strecke von 42,195 Kilometern nun jährlich statt – jeweils am 29. Mai.
Der Everest-Marathon ist im Guiness-Buch der Rekorde verzeichnet. Der Start des Rennens liegt mit 5.356 Metern über Normalnull so hoch wie bei keinem anderen Marathon der Welt. Los geht es am Khumbu-Gletscherbruch, über teils schnee- und eisbedeckte Berg-Trails führt die Strecke meist bergab, jedoch mit zwei steilen Bergauf-Teilstücken zum Ziel in Namche Bazar auf 3.446 Metern über dem Meer.
Das Klima im Mai ist mit 10-20 Grad Celsius tagsüber für diese Höhe angenehm, morgens und nachts ist es aber empfindlich kalt und es können zweistellige Minusgrade erreicht werden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, im Jahr 2008 erreichten 108 Männer und 12 Frauen das Ziel. Die einheimischen Nepalesen stellen das Gros der Starter und in Deepak Raj Raj (Männer/ 3:53,14 Stunden) und Ang Futi Sherpa (Frauen/ 5:33,10) auch die Sieger. Unter die Teilnehmer mischten sich auch zwei Deutsche, zwei Österreicher und ein Schweizer.
Die Startgebühr für die siebte Auflage am 29. Mai 2009 belief sich inklusive 2-Wochen-Akklimatisationstour auf rund 2.150 US-Dollar. Weitere Infos: www.everestmarathon.com; www.bergfink-reisen.eu/bergfink/Marathon.html
Tagebuch des Focus-Redakteurs Peter Hinze, der 2007 am Start war: http://www.focus.de/sport/mehrsport/himalajalauf/tid-5728/tagebuch_aid_56040.html
3.) Nordpol Arctic Marathon
Man muss schon ein Stück weit Abenteurer sein, um sich für den North Pole Arctic Marathon anzumelden – und kälteunempfindlich. Beim kältesten Marathon der Welt, der am geographischen Nordpol, an einem der entlegensten Plätzen der Erde stattfindet, müssen die Teilnehmer mit Temperaturen um -25 Grad Celsius und zum Teil noch darunter zurecht kommen. Doch nicht deshalb ist der Nordpol Arctic Marathon im Guiness Buch der Rekorde verzeichnet – vielmehr ist es der nördlichste Marathon auf unserem Planeten und zudem der einzige, bei dem die Teilnehmer nicht über Land, sondern über Wasser laufen. Lediglich eine zwei bis vier Meter dicke Eisschicht trennt die Läufer vom 4.000 Meter tiefen arktischen Ozean (Nordpolarmeer).
Für ein Startgeld von 11.900 Euro (2009) bekam der Interessierte neben der Startberechtigung beim Lauf u.a. einen Flug vom norwegischen Spitzbergen zum Nordpol und zurück, 3 Tage Unterkunft sowie diverse Hubschrauberflüge in der Polarregion. 2002, im ersten Jahr des Nordpol Marathons, lief nur der Renndirektor selbst mit. In den Folgejahren (mit Ausnahme von 2005) gab es jeweils eine Auflage des Rennens, das bis 2008 von 127 Athleten bewältigt wurde. Zu durchlaufen ist zehnmal eine Runde von 4,2 Kilometern – Sicherheitsüberlegungen, z.B. mögliche Gefahren durch Risse im Eis, machen keine längeren Schleifen möglich.
Wenn Du das nötige Kleingeld besitzt und beim Lesen dieses Textes Blut geleckt hast, findest Du auf folgender Webseite weitere Informationen:


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