Matthias Heim – www.finisherconcepts.de – Trainingspläne von der Stange? nicht mit uns!
Fortsetzung
5.) Great-Wall-Marathon
Ein Streckenabschnitt von nur 3,2 Kilometern und dessen geschichtliche Bedeutung machen den Great-Wall-Marathon, 130 Kilometer östlich von Peking, zu etwas Einzigartigem. Diese 3,2 Kilometer, die zunächst bei Kilometer fünf und ein zweites Mal bei Kilometer 34 zu passieren sind, führen über die chinesische Mauer, die sich insgesamt über rund 6000 Kilometer erstreckt. Der größte Teil des Kurses ist flach, doch 5164 steile Stufen – mal niedrig, mal kniehoch – machen den Teilnehmern das Leben zur Hölle. Hinzu kommt die teils große Hitze (25-35°C tagsüber) und Luftfeuchtigkeit, die die Läufer auf ihrem Weg über die Teer- und Schotterwege durch kleine, verlassene Dörfer hindurch begleitet. Faszinierende Aussichten entschädigen die Sportler allerdings für ihre Qualen.
Den Streckenrekord über die volle Distanz beim Great-Wall-Marathon hält Romualdo Sanchez Garita mit 3:18,48 Stunden – die Marathonbestzeit des Mexikaners liegt bei 2:29 Stunden. Angeboten wird auch ein Lauf über 5, 10 und 21,1 Kilometer. 2008 wagten sich insgesamt 1700 Teilnehmer an eine der Strecken. Weitere Informationen finden Sie auf: http://www.great-wall-marathon.com/
6.) Marathon kurz & knapp: 5 Rennen – 210,98 interessante Kilometer
Auf den ersten Blick kein Alleinstellungsmerkmal hat der Istanbul-Marathon zu bieten, der stets Ende Oktober ausgetragen wird und im Jahr 2008 seinen 30. Geburtstag feierte. Doch schon der Zusatz „Intercontinental Eurasia“ im Namen verrät, dass er etwas Besonderes hat – es gibt nämlich weitweit kein weiteres Rennen über diese Distanz, bei dem die Läufer auf zwei Kontinenten gegen den „Mann mit dem Hammer“ ankämpfen. Der Start des Intercontinental Istanbul Eurasia-Marathons liegt auf asiatischem Boden. Über den Bosporus laufen die Sportler dann – vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten der 10-Millionen-Metropole – dem Ziel entgegen, das auf europäischem Grund liegt. Interessenten finden weitere Informationen auf der Website http://www.istanbulmarathon.org.tr
Dämmermarathons, die am Abend gestartet werden, und bei denen die Teilnehmer in die Nacht hineinlaufen, gibt es einige auf der Welt. Der Midnight Sun Marathon Tromsø in Norwegen mit Start um 20.30Uhr schickt die Läufer ebenfalls in die Nacht – mit dem Unterschied, dass es in Tromsø zwischen Mitte Mai und Mitte Juli – und damit auch am Renntag im Juni – nicht dunkel wird… Das Phänomen „Polartag“, bei dem die Sonne nach dem Erreichen des tiefsten Punktes am Horizont wieder aufsteigt, sorgt dafür, dass trotz des abendlichen Starts jedem Teilnehmer garantiert werden kann, dass er bei Erreichen des Ziels ein „Daylight-Finisher“ wird – also bei Tageslicht ankommt. Weitere Informationen zu diesem Marathon findest Du unter http://www.msm.no
Auf 120 Einzelstarter beschränkt ist der Indoor Marathon in Nürnberg, der im November stattfindet. Der amtlich vermessene Lauf trotzt dem möglicherweise schlechten Spätherbst-Wetter und bietet optimale „äußere“ Bedingungen – obwohl es einem beim Zählen der zurückzulegenden 55 Runden schon schnell warm werden kann… Die Strecke führt ausschließlich durch den Gebäudekomplex des Dienstleistungsunternehmens LGA – und durch einige zu überwindende Treppen sind insgesamt 455 Höhenmeter zurückzulegen. Wen der LGA Indoor Marathon im Frankenland reizt, der informiere sich auf http://indoormarathon.lga.de
Auf einem in 3.600 Meter Höhe gelegenen Plateau im äußersten Norden Indiens führt die Strecke des Great Tibetan Marathon entlang der majestätischen, schneebedeckten 6000er und 7000er des Himalaya zum Ziel an der Festung Spituk in Leh. Los geht´s am Hemis Gompa-Kloster, dessen 500 Mönche sich – sofern sie nicht selbst mitlaufen – als Helfer engagieren. Die letzte Auflage fand am 18. Juli 2009 statt. An jenem Tag wurden die Teilnehmer durch die Laute der Tempelhörner auf die Strecke geschickt – bevor ihnen durch die Höhe über dem Meeresspiegel nicht nur die fantastische Landschaft den Atem raubte… Für den gut trainierten Sportler mag aber genau das die Herausforderung sein. Weitere Informationen finden sich auf der Homepage http://www.great-tibetan-marathon.com
Der Graubünden-Marathon in den Schweizer Alpen wirbt auf seiner Homepage mit dem Slogan „der härteste Marathon der Welt“. Ob das in Anbetracht der großen Konkurrenz auf dieser Seite wirklich zutrifft, sei einmal dahingestellt. Zumindest aber reiht sich die Strecke von Chur (590 Meter über dem Meeresspiegel) hinauf zum Rothorn-Gipfel (2865 Meter über Normalnull) in die Liste der höchst anspruchsvollen Rennen ein. Hochalpines Gelände, zum Teil große Temperaturunterschiede zwischen Start und Ziel, 2682 Höhenmeter und 8:45h Zeitlimit sprechen Bände für den Lauf, der über die Hochebene von Lenzerheide führt und dessen Sieger (zumeist Weltklasseläufer Jonathan Wyatt aus Neuseeland) rund 3:30h benötigt. Weitere Infos auf: http://www.graubuenden-marathon.ch


Die Rennen klingen alle super interessant. Da habe ich in meinem Sportlerleben noch einiges vor.