Bericht von ‘Grün und Giftig’-Kandidatin Katja Gehrung zum Allgäu Classic
Die Mitteldistanz im Allgäu ist eine der landschaftlich schönsten, anspruchsvollsten und ältesten Triathlonveranstaltungen in Deutschland. Letztes Jahr war ich bei Dauerregen dabei und dieses Jahr wollte ich mal die Radstrecke bei Sonne genießen.
Zudem hoffte ich, aufgrund der professionellen Vorbereitung, etwas mehr vorne zu landen, insbesondere nicht als eine der letzten Schwimmerinnen aus dem Wasser zu steigen.
Frohen Mutes fuhr ich also nach Immenstadt. Dass die Temperaturanzeige im Auto immer weiter nach unten rutschte und schließlich sogar 14 Grad anzeigte, ignorierte ich.
Auch als bei der Wettkampfbesprechung eine Wassertemperatur von 17,5 Grad genannt wurde, blieb ich optimistisch und dachte, mit diesen vielen Schwimmkilometern wird mein Problem bei kaltem Wasser keine Luft zu bekommen sich aufgelöst haben.
Am nächsten Morgen war es eiskalt, Temperatur auf 4 Grad gesunken, es wurde uns mitgeteilt, dass der See jetzt 16,4 Grad hat. Es war kalt. Und es hatte Nebel. Sichtweite 20 Meter. Für einen Nichtschwimmer eher suboptimale Bedingungen.
Schon nach den ersten Metern merkte ich, Kopf unter Wasser geht gar nicht. Hausfrauenbruststil. Was aber mit Neo sehr kräftezehrend ist. Mir taten nach kürzester Zeit die Beine und der Nacken weh und ich wusste, im Prinzip ist der Wettkampf gelaufen. An jeder Boje nahm ich mir vor zu kraulen, aber nach 2 Kraulzügen war es wieder vorbei, Richtung Land wurde es besser, ich überholte sogar eine Frau. Das Training zeigte tatsächlich Erfolg! Und die Sonne kam raus, nur sah man mit Brille nichts, so dass ich die Brille mehrmals absetzen musste um den Landausstieg zu finden.
Endlich an Land war ich müde und mir war kalt am liebsten hätte ich mich in die Sonne gelegt und geschlafen und leider sagte der Sprecher wie immer: „… und jetzt kommen die letzten Frauen aus dem Wasser“. Aber nicht umsonst ist man ja bei grün+giftig und ich schwang mich zuversichtlich aufs Rad. Es lief und lief, nach 10 km hatte ich schon die ersten 10 Frauen überholt.

Wunderschöne Landschaft, nette Zuschauer mit riesigen Kuhglocken (mir ein Rätsel wie man das schafft, da mehrere Stunden auszuhalten). Hat einfach Spaß gemacht, kein gerades Stück, ständig bergauf und bergab. Schließlich fuhr ich mich von Rang 79 auf Rang 33.
Dann kam das Laufen. Meine Füße tauten allmählich auf, es wurde richtig heiß. An jeder Verpflegungsstelle musste man trinken. Aber den anderen ging es ja auch nicht besser und ich konnte noch ein paar Plätze gutmachen.
Die Zielverpflegung war wie immer gigantisch.
Auf jeden Fall hat es mir im Allgäu so gut gefallen, dass ich während dem Radfahren beschloss, in den Ferien die Hüttenwanderung mit meinen Kindern dorthin zu verlegen.
Am Samstag geht’s los. Und im Alpsee wird eine Runde geschwommen.

24. GEHRUNG, Katja SEN1 W 8 0:49:51 (79.) 04:15 2:59:05 / 3:53:11 (17./33.) 02:14 1:41:02 (12.) 5:36:27
Eure Katja


Ich komme gerade aus dem Wanderurlaub durch die Alpen zurück und kann es nur empfehlen! VOr so einer Kulisse macht es nur Spaß, auch wenn wir ebenfalls auch kühles Wetter mit viel Schnee hatten!
Glückwunsch zur tollen Aufholjagt!
Danke Janikke. Ich hatte ja unseren Hüttenurlaub wegen Regen im Allgäu in die Dolomiten verlegt. Dafür hatten wir dann auch Schnee.
War aber trotzdem sehr schön.