Steffen:
Nach meinem “Traumlauf” sollte es heute also gemeinsam mit meinem Schatz zwei Mal den Westerberg hoch gehen, eine Strecke, die direkt vor unserer Haustüre liegt und mit Abstand am wenigsten von uns gelaufen wurde. Warum eigentlich? Drei Kilometer bergan, drei Kilometer bergab und ein Kilometer auf ebenem Terrain mit 126 Höhenmetern. Das ganze wie gesagt zweimal gelaufen ergeben also elf wunderbare Kilometer. Wunderbar für mich, für meinen Schatz eher nicht, sie mag Bergläufe eigentlich überhaupt nicht. Trotzdem lief sie die heutige Strecke mit einer 6:12er Pace, bemerkenswert. Entsprechend war ihr Puls an den Anstiegen mit 181 Schlägen am Limit, wohingegen sich meiner bei verrückten 112 bewegte. Morgen stehen 30 gemütliche Kilometer auf dem Plan, schließlich wollen wir ja in einigen Tagen den Siebengebirgsmarathon laufen.
Des Weiteren haben wir unseren neuen 758er von New Balance eingelaufen.

Schon der erste Eindruck verriet uns beiden, dass dieser Schuh so ganz anders ist wie die von uns bis heute gelaufenen. Optisch sehen sie sehr ansprechend aus, allerdings sticht direkt die recht hohe Schuhsohle ins Auge. Entsprechend steifer ist das Ganze dann auch. Auch wirkt der Schuh im Vergleich zu meinen sehr wuchtig. Klar zu erkennen dass es ein Schuh mit hoher Dämpfung ist, also das krasse Gegenteil zu meinen restlichen Laufschuhen. Eigentlich favorisiere ich Neutralschuhe ohne jede Unterstützung und fast ohne jede Dämpfung.
Also war ich etwas skeptisch gegenüber den Neuen, wie würden sie sich am Fuß anfühlen, wie käme ich mit der starken Dämpfung zurecht? Das Material fühlt sich angenehm an und sieht hochwertig aus. Auch das geringe Gewicht überzeugt, also ausgepackt, angezogen, Laufsensor angebracht und los!
Die ersten Meter waren schon stark gewöhnungsbedürftig, man spürte sofort die Dämpfung, es war ungewohnt. Doch das legte sich recht schnell, überhaupt fühlte er sich am Fuß überraschend angenehm an, keine Druckstellen, keine Druckstellen an der Ferse, keine Beschwerden am Achillissehnenansatz (hatte ich schon bei so manch anderen Schuhen), gut passgenau, gut im Abrollverhalten. Es ist eben ein ganz anderes, aber nicht unangenehmes Gefühl als in den “harten” Schuhen. Beschwerden bekam ich auch im Verlaufe der weiteren Kilometer nicht, keine Blasen, keine Gelenkschmerzen, nichts.
Aber eines blieb bis zum Schluss, das ungewöhnlich laute Aufsetzgeräusch dieser Schuhe, es klingt so ganz anders, ich kann es nicht recht beschreiben, ist wohl auch nicht so wichtig.
Wie gesagt, die ersten Meter war es wie auf Eiern, doch ich gewöhnte mich schnell daran und bin wirklich im Gesamten angenehm überrascht. Ein schöner Alternativschuh, meine Favoriten bleiben die neutralen Light- oder Wettkampfschuhe, um aber seinen Bewegungsapparat Abwechslung zu bieten ist das eine wirklich gute Wahl. Hätte ich nicht so erwartet. Unseren Siebengebirgsmarathon werden wir definitiv in ihnen Laufen, das ist dann der Härtetest und es gibt natürlich einen weiteren Bericht.
Fazit bis jetzt: Sehr angenehm überrascht, sehr leicht, passgenau und gut im Abrollverhalten.