Als Abschluss der Vorstellung verschiedener New Balance Technologien wird heute das Prinzip des Weitensystems erläutert. Dabei handelt es sich hier eigentlich um mehr als nur eine technische Besonderheit. Denn zusammen mit der Fertigung in Europa und dem ‘Endorsed by no one’-Prinzip stellen die bis zu vier verschiedenen Weiten pro Schuh die zentrale New Balance-Philosophie dar. Das Konzept ist schon 1961 in der orthopädischen Schuhwerkstatt von New Balance entstanden.
Hintergrund für diesen Ansatz ist eine eigentlich ganz einfach statistische Tatsache: Nur etwa die Hälfte aller Menschen haben eine mittleren Fußumfang, oder anders gesagt: Jeder zweite Läufer wird mit einer Standardweite im Laufschuh nicht optimal versorgt. Prof. Dr. G. Kenntner von der Uni Karlsruhe sagt hierzu: “60% unserer Mitmenschen haben Füße, die vom durchschnittlichen Umfang um mehr als 10 mm abweichen”.
Aus diesem Grund gibt es für Damen und Herren jeweils 4 verschiedene Weiten, wobei die Damenschuhe natürlich grundsätzlich etwas schmaler geschnitten sind. Im Verlauf von schmal nach weit ergibt das folgende Einteilung:
Herren: B – D – 2E – 4E
Damen: 2A – B – D – 2E
Um die Passform durch das Weitenkonzept optimal zu verbessern, werden jeweils verschiedene Leisten, also Schuhformen notwendig. Diese sind an neun verschiedenen Punkten angepasst, um eine 360° Passform zu erreichen:
1. Fußlänge
2. Fersenbreite
3. Ballenumfang
4. Spannumfang
5. Spannhöhe
6. Länge zwischen Ballen & Ferse
7. Länge zwischen Ballen & Zehe
8. Fersenbeinkurve
9. Zehenbox
Die Vorfußbreite nimmt zum Beispiel pro Weite um 0,5 cm zu, der Spannumfang um 1 cm.
Zur Ermittlung der benötigten Weite gibt es spezielle Analysetools, die zusätzlich zur allgemeinen Beratung und Bedarfsermittlung eingesetzt werden. Außerdem wird natürlich auch beim Fitting Center die benötigte Weite berücksichtigt. Der beste Weg, sich einen persönlichen Eindruck zu verschaffen bleibt aber: Einfach mal reinschlüpfen und den Fuß die optimale Passform finden lassen. Denn darum geht es doch letztendlich.